Umbau der St. Hedwig Kathedrale, berlin

2015, Wettbewerb

Jedes Bauwerk mit Denkmalwert steht in dem Spannungsfeld des Bewahrens und des Anpassens an aktuelle Bedürfnisse der Nutzer. Der Umbau der St. Hedwigs- Kathedrale stellt hierbei keine Ausnahme dar. Hans Schwippert wird von der Denkmalpflege eine „atemberaubend moderne, expressive Neuschöpfung des Innenraums von außerordentlichem künstlerischen Wert“ bescheinigt. Der durch die Öffnung ermöglichte Verweis auf das Fundament der Kirche, und die Schaffung einer vertikalen Dimension des Raumes wird als der zentrale und nicht zu verändernde Aspekt des Raumes festgestellt.

Allerdings entspricht diese Raumkreation nicht den liturgischen Anforderungen des 2. Vatikanischen Konzils. Der Altar ist nicht von allen Seiten zugänglich, das Versammeln um den Altar ist nicht möglich. Die Gemeinde sitzt nicht dem Altar zugewandt und zwischen der zweigeteilten Gemeinde, die vis-a-vis über den Graben feiert, ist die visuelle Teilnahme am Gottesdienst nur eingeschränkt möglich. Auch ermöglicht die Krypta keinen geschützten Raum für das stille Gebet, da die Decke fehlt und die Einsehbarkeit von oben der stillen Einkehr entgegensteht.

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